Paneuropäische Sommerakademie und
Internationale Konferenz 2026
Jugendliche aus sieben Ländern der EU gedenken in Sopron dem 37. Jahrestag
des Paneuropäischen Picknicks

Vom Sprechen über Europa
Die Paneuropäische Sommerakademie: Internationale Jugendbegegnung in Sopron zum 37. Jahrestag des Paneuropäischen Picknicks
„Im Zeitalter des Internets kann man im Handumdrehen herausfinden, wie viele Menschen beim Überqueren der Berliner Mauer ums Leben kamen, wer den Grenzübergang in Sopron geöffnet hat, wie die polnische Solidarność entstanden ist. Der allgemeine Zugang zu Informationen führt manchmal dazu, dass wir als junge Menschen vergessen, dass die beste Quelle des Wissens oder, anders gesagt, der Weisheit, manchmal einfach das Gespräch mit einem anderen Menschen ist.“
Diese Worte teilte Maciej Kowalik, polnischer Teilnehmer der Paneuropäischen Sommerakademie, am 19. August 2026 in Sopron anlässlich der Konferenz zum 37. Jahrestags des Paneuropäischen Picknicks mit dem Publikum – und er hat recht: Die einwöchige Sommerakademie, ausgerichtet vom Deutsch-Ungarischen Jugendwerk sowie dem ungarischen Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung, zeigte einmal mehr die Bedeutung des Dialogs zwischen Ländern und Generationen. 37 junge Teilnehmer reisten aus Deutschland, Ungarn, Österreich, Tschechien, Frankreich, der Niederlande, und Polen nach Sopron, um im Rahmen von Workshops, Seminaren und der gemeinsamen Planung eines Gedenkpicknicks in einen Austausch über die Geschehnisse von 1989 zu kommen sowie in einen Dialog über das Europa, in dem wir heute leben.

Die Sommerakademie mündete in einer Internationalen Konferenz, der hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Diplomatie beiwohnten. Fokus der Paneldiskussionen war allem voran der Regierungswechsel in Ungarn und dessen Auswirkung auf die Zusammenarbeit in Europa, über den aus erster Hand Vizepräsidentin der Ungarischen Nationalversammlung, Dr. Anikó Haller-Nagy, berichtete. Unter dem Titel „100 Tage europäischer Neuanfang in Europa“ diskutierte Dr. Haller-Nagy diese hochaktuellen Fragen gemeinsam mit Knut Abraham (Mitglied des Deutschen Bundestages), Pascale Trimbach (Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks) und Dr. Péter Györkös (Botschafter von Ungarn in Berlin). Durch die Konferenz führte Moderatorin Tünde Volf-Nagy (Moderatorin der ungarischen öffentlich-rechtlichen Medienanstalt).
Der Jahrestag klang mit einem Picknick aus, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gedenkpark Fertőrákos neben den Überresten der Berliner Mauer ausrichteten, deren Öffnung 1989 über 700 DDR-Bürgerinnen und Bürgern an diesem Ort die Flucht in den Westen ermöglichte. Neben partizipativen Aktionen und gutem Essen waren es vor allem die Gespräche, mit denen wir an diesem Abend an die Geschichte erinnerten – und unsere europäische Vielfalt gemeinsam feierten.

Foto Credit:
Dávid Rokob (Deutsch-Ungarisches Jugendwerk e.V.)
Wir danken an dieser Stelle unseren Partnern und Förderern, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre:
• Péter Horváth Stiftung
• Konrad-Adenauer-Stiftung
• Bethlen Gábor Alapkezelő Zrt.
• Miniszterelnökség / Amt des Ministerpräsidenten
• Deutsch-Französisches Jugendwerk / Office franco-allemand pour la Jeunesse
• Welzijnsgroep Parkstad Limburg (WPL)
• GFPS-Polska Stowarzyszenie Naukowo-Kulturalne w Europie Środkowej i Wschodniej
• Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch